Nachbar beobachtet hure und ist von ihr verzaubert

Remo Tanner stand gelangweilt am und schaute wie so oft ohne wirkliches Interesse hinunter auf das Haus im Dunkeln. Ohne jegliche Überzeugung hoffte er, einen Blick auf irgendwas Interessantes erhaschen zu können.

Gerade als er sich wie üblich seufzend abwenden wollte, ging in einem der Schlafzimmer im obersten Stock das Licht an und seine Nachbarin betrat nur in ein Badetuch gehüllt das Zimmer.

Die körperliche Reaktion, die er in dieser Sekunde erlebte, überraschte ihn in ihrer schieren Heftigkeit noch Tage später. Innerhalb einer Sekunde war er hellwach, sein Herz schlug wie verrückt bis in den Hals und er öffnete den Mund, um leiser zu atmen oder besser zu sehen, er wusste es selbst nicht so genau.

Als sie dann völlig gleichgültig das Tuch aufs Bett legte, erstarrte er beim Anblick der schönen, nackten . Er konnte sich nicht bewegen, selbst wenn er es gewollt hätte. Eine regelrechte Schockstarre hatte ihn erfasst und alle seine Sinne waren nach vorne, auf diese unerwartete Szene gerichtet.

Tanner sog alles in sich auf, jede noch so kleine Einzelheit, während sich die Frau eher mechanisch Lotion auf ihren Körper schmierte. Auf ihren nackten Körper. Er zitterte. Er hatte sich nicht mehr wirklich unter Kontrolle. Sie war wunderschön und die fliessenden Bewegungen verzauberten ihn. Er fixierte sie und bedauerte ein wenig, dass er kein Fernglas hatte.

Langsam wanderte seine Hand zu seinem schmerzhaft erigierten Penis, rieb ihn durch seine alte Trainingshose und staunte, wie ungewöhnlich rasch sein Glied zum Leben erwacht und bereits prall mit Blut gefüllt war.

Seine weit geöffneten verfolgten jede einzelne Bewegung seiner Nachbarin, wie ihre Hände jetzt von den Füssen über die Knie immer höher glitten.

Er weigerte sich zu blinzeln. Mit einer ihm sonst gar nicht eigenen Intensität versuchte er, sich das dargebotene Bild einzuprägen. Seine Unterhose hinderte seinen prallen, unangenehm gekrümmten Schwanz daran, sich gänzlich aufzurichten. Ohne nachzudenken, griff er heftig nach der Kordel seiner Hose, um die Schleife zu lösen und Hand anzulegen. Doch dabei passierte es: er berührte den Vorhang!

Dieser bewegte sich zwar nur leicht – doch seine nackte Nachbarin blickte augenblicklich hoch zu seinem Fenster. In der gleichen Sekunde sprang er zurück. Jedoch, es war zu spät, er war sich fast sicher, dass sie ihn gesehen hatte. Oder nicht?

Zitternd vor Aufregung und aufs Äusserste peinlich berührt, schaute er nach einer Weile vorsichtig wieder hinunter. Der Rollladen war wieder so wie sonst auch immer: unten.

Verdammt!

Die Enttäuschung übermannte ihn, ebenso brutal wie zuvor die Erregung. Sie ergriff sein ganzes Wesen, schnürte ihm den Hals zu. Er konnte es nicht fassen, ärgerte sich masslos über seine Ungeschicklichkeit, raufte sich die ungekämmten Haare und hätte tatsächlich heulen können.

Wie konnte er bloss so dumm sein, warum hatte er sich nicht besser auf so einen Moment vorbereitet? Was hätte er sonst noch beobachten können? Fragen über Fragen schossen ihm im Sekundentakt durch den Kopf und er atmete schwer vor Enttäuschung und seine Laune sackte weiter ab.

Als Tanner – alle nannten ihn nur bei seinem Nachnamen – das kleine Büro vor vielen Jahren bezogen hatte, war ihm sofort klar, dass er von seinem Bürofenster aus direkt in die Schlaf- und Wohnzimmer des Nachbargebäudes sehen konnte, während der Blick von den unteren Stockwerken aus durch Bäume vollkommen verdeckt war.

Doch jahrelang waren abends immer alle Rollläden geschlossen gewesen und zudem die Bewohnerinnen hässlich und , sodass sich ein genaueres Hingucken eigentlich sowieso nicht gelohnt hätte.

Doch dann wurden im letzten Jahr die Wohnungen im Block unter ihm renoviert und einige Mieter zogen wohl eher unfreiwillig aus. So etwas wie Hoffnung keimte in ihm auf, dass sich sein Glück wenden und vielleicht endlich eine attraktive Frau einziehen würde. Immerhin hatte sein Voyeurismus bisher nur im Internet stattgefunden.

Und tatsächlich zog diese hübsche Ärztin mit ihren beiden Töchtern ein, eine davon eine junge, knackige Schönheit, die andere etwas rundlicher, aber zumindest vielversprechend für die Zukunft. Er konnte sein Glück kaum fassen und war zunächst äusserst erregt, wann immer er das Haus beobachtete. Doch so sehr er sich auch bemühte – er hatte wochenlang zu jeder möglichen Tages- und Nachtzeit gespannt – am Tag war nichts zu erkennen und nachts waren immer die Rollläden unten.

Die Enttäuschung, ja der Frust hatte auf seine sowieso schon grundsätzlich miesepetrige Laune geschlagen. Gleichwohl, doch etwas seltener, schaute er hinunter, nur um ein weiteres Mal nach einer Weile wieder frustriert aufzugeben. Monatelang war nichts Aufregendes passiert. Rein gar nichts.

Und nun war er doch gekommen, dieser Moment, den er sich so oft vorgestellt und erhofft hatte.

Er wusste es noch nicht, doch dies war der Abend, der sein Leben grundlegend verändern sollte. Selbst in seinen blühendsten Fantasien hätte er sich seine ungewöhnliche Metamorphose nicht ausmalen können.

-***-

Gefühlt ein Leben lang hatte er auf eine solche Chance gehofft, hatte sich bei der Lektüre einschlägiger Texte gefragt, warum er nie solche Dinge beobachten konnte, warum in seinem Leben scheinbar grundsätzlich nie etwas Gutes passierte. Und jetzt, gerade als sich seine Wünsche zu realisieren schienen, die Realität seine Hoffnungen und Fantasien sogar übertreffen wollte – da hatte er es vollkommen vermasselt.

Aus seiner Sicht passte es einfach zu seinem beschissenen Leben und tagelang ärgerte er sich, trauerte regelrecht, war unfähig, sich zu konzentrieren und vernünftig zu arbeiten.

Doch ganz besonders die Vorstellung, dass sich die Ärztin bei Nachbarn über ihn den Mund zerreissen – oder noch schlimmer, sich bei seiner Frau über ihn, den Spanner, beklagen könnte – trieben ihn um.

Es dauerte mehrere Tage und bedurfte der Gewissheit, dass keine seiner Befürchtungen bisher eingetreten war, dass er das Gesehene langsam zu schätzen begann, realisierte, dass er nicht elendes Pech, sondern vielmehr grosses Glück gehabt hatte.

Er begann die Erinnerung immer mehr zu geniessen und fing an, von Cleo – zu diesem Zeitpunkt kannte er ihren Vornamen noch nicht – zu fantasieren. Er veränderte das Gesehene, ergänzte es immer mehr mit Elementen aus seiner Fantasie. Es erregte ihn unglaublich und bald beherrschte es seinen ganzen Tag, von den Nächten gar nicht zu reden.

Doch gleichzeitig fürchtete er auch immer mehr, dass es tatsächlich ein einmaliges Erlebnis bleiben würde: unmöglich, dass sie nach seiner Dummheit nochmals so vergesslich sein und den Rollladen nicht schliessen würde.

Oder hatte er sich das nur eingebildet, dass sie ihn gesehen hatte?

Wie zum Trotz und mit leiser Hoffnung kroch er jeden Abend vorsichtig zu seinem Fenster, kniete sich ganz langsam hin, bevor er atemlos, gespannt und hinter dem Vorhang versteckt sich streckte und hinuntersah. Doch der Rollladen blieb unten und er verfluchte sich für seine Ungeschicklichkeit, jeden Tag aufs Neue.

Etwa drei Wochen nach dem voyeuristischen Erlebnis, das mittlerweile im Zentrum all seiner Fantasien stand, begegnete er ihr auf der Strasse. In dem Moment als ihr Blick den seinen traf, überkam ihn ein derart heftig schlechtes Gewissen, dass er wegblickte und ohne Nachzudenken unvermittelt die Strassenseite wechselte, nur um ihr und ihrem strengen Blick zu entgehen. Als er sicher war, dass sie ihn nicht mehr sehen konnte, blieb er stehen.

Sein Verhalten eben war ihm fast noch peinlicher, als die Tatsache, dass sie vielleicht wusste, dass er sie beobachtet hatte. Sie musste ihn für einen absoluten Versager halten. Er nickte, unwillkürlich zustimmend, und seufzte, bevor er frustriert und unverrichteter Dinge wieder zurück in die Sicherheit und Abgeschiedenheit seines Büros trottete.

Nach dieser Begegnung hatte er stundenlang an nichts anderes denken können, an ihren Blick und seine Feigheit – doch sein Verlangen wieder zu ihrem Fenster zu blicken wurde gleichzeitig beinahe übermächtig. Am Nachmittag hatte er sich so weit unter Kontrolle, dass er vorsichtig nach unten schaute und sich fragte, wie er es einrichten konnte, dass er das Fenster auch am Abend und in der Nacht beobachten konnte.

Er stellte die Stehlampe näher zum Fenster und hoffte, dass sie ihn so nicht sehen konnte, allerhöchstens schemenhaft. Als es dann endlich dämmerte, blickte er immer wieder nach unten, wohl wissend, dass sie kaum schon von der Arbeit zurück sein würde.

Zu seiner völligen wendete sich sein Glück: sie hatte den Rollladen aus Versehen nicht komplett nach unten gedreht – zwar konnte er nicht viel vom Zimmer sehen, es war auch schon recht , aber immerhin sah er den untersten Teil des Bettes.

Erregt zwang er sich dazu hinzuknien, um nur ja nicht wieder gesehen zu werden. Beruhigend war immerhin, dass er bei seinem unwürdigen Tun nicht gestört werden würde – nur er selbst besass die Schlüssel zu seinem Büro.

Als dann in ihrem Zimmer tatsächlich das Licht anging, verspürte er wieder dieses unglaubliche Gefühl der Erregung. Atemlos und gebannt sah er einen BH auf dem Bett liegen und seine Fantasie ging mit ihm durch. Oh, wie gerne hätte er sie irgendwie dazu gebracht, sich ihm zu zeigen, sich vor ihm auszuziehen oder gar zu streicheln.

Er stellte sich vor, wie er ihr Anweisungen gab, die sie zögerlich, unwillig, aber letztlich doch, und bald sogar lustvoll befolgte. Bei dem Gedanken verlor er regelmässig die Beherrschung, griff heftig seinen Schwanz und musste ihn fast zwanghaft reiben. Es dauerte danach immer nur ganz kurz, bis er sich genüsslich in ein Kleenex erleichterte.

Doch jetzt war er ganz auf das Fenster fixiert, erlaubte sich keine Bewegung und ignorierte das Brennen in seinen Beinen – das Knien war auf Dauer nicht auszuhalten und er würde sich schleunigst etwas ausdenken müssen.

Dann plötzlich tauchte sie auf, eingewickelt in ein Tuch und blieb vor dem Bett stehen. Er konnte sie nur von den Knien bis ungefähr knapp über den Hintern sehen, doch als sie dann das Tuch weglegte und er ihren nackten Po erblickte, stockte ihm erneut der Atem und der Anblick erzeugte einen massiven Glücksschub, wie er ihn bereits beim ersten Mal verspürt hatte.

Schon Sekunden später war sie allerdings wieder verschwunden und das Licht ging aus. Glücklich und gleichzeitig enttäuscht kroch er vorsichtig zurück, stand auf und liess sich in seinen Sessel plumpsen. Noch immer schlug sein Herz, als ob er gerade einen Berg hinaufgerannt wäre.

Seine Hand schob sich gewohnheitsmässig in seine ausgebleichte alte Trainingshose. Er massierte seinen Schwanz und schloss die Augen. Zu ärgerlich, dass er auch diesen weiteren, wenn auch etwas kürzeren Glücksmoment nicht nach Belieben wieder erleben konnte.

Er riss die Augen auf und ihm war völlig klar, was zu tun war: er würde sich so bald als möglich eine Kamera kaufen. Minuten später und von diesem Gedanken zusätzlich erregt, schoss das heisse Sperma auf seinen Bauch und er bemühte sich, sein ehemals weisses Hemd nicht zu beflecken.