Eine Studentin findet ihren Weg 1.

Hallo zusammen,

dies ist meine zweite . Diesmal in einem längeren Text, in mehreren Kapiteln. Der Text ist reine Fantasie und erhebt keinen Anspruch darauf die Realität wiederzugeben. Auch soll hier weder etwas beschönigt noch verdammt werden. Es ist einfach ein Stück „Literatur».

Es ist keine schnelle rein-raus Geschichte. kommt vor, aber ist nicht so ausgeprägt wie in der vorherigen Geschichte. Auch gibt es wieder anale Stimulation.

Wem das alles nicht zusagt, bitte gar nicht erst weiterlesen.

Allen anderen, viel Spass. Wie immer freue ich mich über viele Kommentare.

Lieben Gruss

Eure Mayia

Prolog

„Sekt für die Nutten!» rief Semra sobald MayEe das Hotelzimmer aufgeschlossen hatte.

„Ach was, Sekt. Champagner! Für uns Mädels nur noch das Beste. Denn ab heute sind wir offiziell Nutten.»

Ich schloss die Tür und hoffte, dass die anderen Gäste Semra nicht gehört hatten.

Mein Blick schweifte durch die riesige Suite des Fünf Sterne Hotels.

Das war also unsere neue Realität. Wir konnten uns all das leisten. Wie lange? Keine Ahnung. Das würde sich zeigen.

„Also ich bin schon länger ne Nutte.» warf MayEe ein.

„Das stimmt.» sagte Semra. „Aber ab heute bist du und sind wir alle Edel-Nutten.»

Semra lief schnurstracks zur Minibar und holte eine riesige Flasche Champagner hervor.

„Auf gehts Mädels. Heute wird gefeiert!»

Sie sprang mit der Flasche auf das riesige . Dort hüpfte sie herum und ließ laut den Korken knallen.

MayEe schaltete die Stereoanlage ein. Laute Musik erfüllte den Raum. Wir sprangen zu Semra aufs Bett. Tanzten wild zu der Musik und ließen uns den Champagner aus der Flasche in die Münder fließen. Alles war gut.

Hi, ich bin Lisa.

Und das hier ist meine Geschichte. Die Geschichte wie ich zu einer Edel-Nutte wurde.

Wenn Ihr Lust habt, dann lest weiter. Ich kann es selbst kaum glauben, aber so ist es passiert. Auf einmal trinke ich Champagner in einer 5 Sterne Suite.

Aber lest selbst.

Kapitel 1 – Das bin ich

Mein Name ist Lisa. Ich bin 21. Vor gut zwei Jahren bin ich zum Studium in eine größere Stadt gezogen. Eigentlich komme ich aus einer Kleinstadt. Und dort nicht aus der besten Gegend.

Mein Vater ist abgehauen als ich noch ein Baby war. Zu meiner Mutter habe ich nur noch sporadisch Kontakt. Sie trinkt. Schon immer. Sie hat mich irgendwie groß gezogen. Vielleicht habe ich mich auch einfach selbst groß gezogen. Wir hatten nie . Ich war nie extrovertiert. War nie unbeliebt, aber hatte auch nie viele oder enge Freundinnen. Die Schule war für mich kein Problem. Das Abi habe ich mit links geschafft. Dann endlich raus. Raus aus der Kleinstadt, raus aus meinem alten Leben. Irgendwas studieren. Mit meinem Schnitt hätte ich alles machen können. Vielleicht sogar ein Stipendium im Ausland. Aber ich war unschlüssig. Medizin, Jura, alles eine Welt zu der ich mich nicht zugehörig fühlte. Ich wollte nicht die Welt verbessern oder Karriere machen. Eigentlich wollte ich nur niemandem zur Last fallen.

Aus Unentschlossenheit habe ich mich dann für BWL entschieden. Ein Fach für Idioten. Snobs, Möchtegern-Liberale, Tussis. Natürlich auch ein paar Normale.

Aber auch an der Uni blieb ich lieber für mich. Das ersparte zu viele Fragen zu meiner Herkunft. Zwar schämte ich mich nicht dafür, aber ich war froh weg zu sein. Mein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Nicht in der Gosse zu landen.

Ich ging auf Parties, hatte auch ein paar Flirts und auch gelegentlich mal Sex. Aber nie was ernstes.

Schon früher war außer ein paar verunglückter Kurzzeitbeziehungen nicht viel passiert. Ich beschloss für mich selbst im Moment beziehungsunfähig zu sein und ließ mich von daher eher treiben.

Das Studium war kein Problem für mich. Ich jobbte nebenbei, schlecht bezahlt, in einer Bar. Das reichte irgendwie um durch zu kommen. Glaubt mir, ich wusste wie man mit wenig Geld zurecht kommt.

Dass sich das alles in so kurzer Zeit ändern könnte, war mir zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht bewusst.

Wenn alles „normal» verlaufen wäre, wäre ich wohl eine sehr gute, aber auch stinknormale Studentin geblieben. Gut vorbereitet in den Vorlesungen. Immer mal dabei auf ner Party. Ich konnte charmant lächeln und wenn ich es drauf anlegte vielleicht auch Kerle rumkriegen. Aber welche kann das nicht, wenn sie will.

Ich wohnte alleine in einer Einzimmerwohnung. Sie war sauber, ordentlich und winzig. Noch nie hatte ich einen Gast dort empfangen. Bis heute nicht. Die Wohnung habe ich immer noch. Nicht weil ich sie besonders mag. Aber sie ist und bleibt mein kleiner Rückzugsort.

Jedenfalls wirkte nichts an meinem Leben äußerst spannend. Und wahrscheinlich wäre es auch so geblieben, hätte ich nicht irgendwann MayEe kennengelernt.

Kapitel 2 – MayEe

„Du Wichser!» das waren die ersten Worte, die ich von MayEe hörte. Die Geschichte wie ich MayEe kennengelernt habe, kann man wohl als unglaublichen Zufall bezeichnen. Eines Abends, es war noch hell, ging ich vom Einkaufen nach Hause. Der Abend war angenehm warm und ich schlenderte so vor mich hin.

Plötzlich rannte ein Typ um die Ecke vor mir, direkt auf mich zu. Er sprintete was das Zeug hält. Auf dem Kopf hatte er ein Baseball-Cap, tief ins Gesicht gezogen. Unter seinem Arm hielt er irgendwas, vielleicht eine Tasche. Damit rannte er nun wie von der Tarantel gestochen auf mich zu. Kurz darauf rannte ein oder eine junge Frau ebenfalls um die Ecke. Sie schrie und gestikulierte wild.

Ob das was ich dann tat beabsichtigt war oder nur ein Reflex, kann ich heute nicht mehr sagen. Jedenfalls streckte ich in dem Moment, als der Typ an mir vorbei lief, intuitiv meinen Fuß samt Sneaker zur Seite.

Der Schuh keilte sich komplett zwischen die laufenden Beine des Typen. Der verlor wiederum das Gleichgewicht und landete unsanft auf dem Gehsteig.

Dabei verlor er die Handtasche. Offensichtlich war das nicht seine, sondern die einer Frau. Wahrscheinlich von der, die ihn da verfolgte. Etwas verdattert raffte er sich auf, sah mich an und rannte weiter. Die Tasche vergaß er. Vielleicht hatte ihn meine Anwesenheit zu sehr aus dem Konzept gebracht.

Die junge Frau, die eher klein als besonders jung war, war inzwischen zu mir aufgeschlossen. Und stoppte abrupt.

„Du Wichser!» schrie sie dem Typen hinterher.

Dann kniete sie nieder und sammelte Ihre Tasche auf.

„Hat der Typ sie bestohlen?» fragte ich die Frau.

Sie war definitiv älter als ich. Aber klein und dünn. Im ersten Augenblick erinnerte sie mich an Mulan.

„Was? Ja, dieses Arschloch. Wo leben wir hier denn, dass man am helllichten Tag bestohlen wird?» schimpfte sie noch sichtlich aufgeregt.

„Das tut mir Leid. Aber der Kerl ist weg. Immerhin haben sie ihre Handtasche wieder.» sagte ich.

„Ja, vielen, vielen Dank. Ohne dich wäre er damit wahrscheinlich schon über alle Berge.»

MayEe hatte mich nie gesiezt. Sie konnte extrem höflich sein. Bei der Arbeit. In Clubs. Da wo es nötig war. Aber auf der Straße und unter uns war sie derbe.

„Passen sie gut auf sich auf. Nicht, dass ihnen sowas nochmal passiert.» sagte ich und wollte schon weiter gehen.

„Moment mal.» stoppte mich MayEe. „Tut mir leid, ich bin noch etwas aufgeregt. Also, erst nochmal vielen Dank. Da ist ganz schön viel Geld in meiner Tasche. Das wäre sehr ärgerlich gewesen, wenn er damit abgehauen wäre. Und du hast ihn schließlich überwältigt. Wie viel kann ich dir geben?»

„Ach, das ist schon ok. Ich hab ja gar nichts gemacht.»

„Aber ich würde mich gerne erkenntlich zeigen. Und bitte sag Du zu mir. Ich bin MayEe.» sagte sie und streckte mir ihre kleine, zarte Hand entgegen.

Sie musste zu mir hochschauen, aber ihr Lächeln ließ die Sonne aufgehen. Ihr wirkliches Alter weiß ich bis heute nicht. MayEe hat Ihre Geheimnisse. Ich denke sie ist sicherlich irgendwo Ende dreißig.

„Kann ich dich wenigstens auf einen Kaffee einladen? Einen Block weiter ist ein super schönes Café. Das wäre mir wichtig.» sagte sie.

Eigentlich war mir nicht danach. Ich war keine Freundin von Smalltalk. Sie hatte ihre Tasche wieder. Alles war ok. Wir sollten wieder getrennte Wege in unseren eigenen Leben gehen.

Aber das Schicksal wollte es diesmal anderes.

Ihr Lächeln war unschlagbar und so viel es mir schwer ihr diesen Wunsch abzuschlagen. Also willigte ich ein. MayEe schien zufrieden mit meiner Entscheidung und marschierte flotten Schrittes voran.

Das Café war wirklich sehr schön und gemütlich. Wir setzten uns in die hinterste Ecke und dann begann etwas, das mich bei jedem anderen Menschen wohl hätte ausflippen lassen.

MayEe begann zu erzählen. Ohne Punkt und Komma. Über dieses und jenes. Nur manchmal machte sie eine kurze Pause und trank einen Schluck Kaffee. Das wirklich interessante daran war, dass ich auch nach ihrem langen Monolog keine Ahnung hatte, wer sie eigentlich war. Denn sie erzählte kaum etwas über sich. Es wurde nur klar, dass ihre Eltern aus Südostasien gekommen sind. Aber schon nicht mehr lebten.

Ansonsten fühlte ich mich wie bei einer Vorlesung über Klamotten, Tee, Wohnungseinrichung und anderen Belanglosigkeiten.

Irgendwann schien auch MayEe aufgefallen zu sein, dass nur sie redete. Sie musterte mich eindringlich und setzte dann wieder ihr Lächeln auf.

„Du hast so schön blonde Haare. Da werde ich glatt neidisch.» sagte sie.

„Aber du hast doch auch so schöne. Lang und dick. Und ganz glatt. Da würden dich viele meiner Kommilitoninnen für beneiden. Und ich sowieso.»

„Wir Asiatinnen sehen doch alle gleich aus.» lachte MayEe. „Zumindest für euch.»

„Das stimmt nicht. Aber du bist wirklich sehr hübsch. Ehrlich.» sagte ich.

„Danke, danke. Ich würde trotzdem eher die blonden Haare nehmen. Und ein bisschen von deiner Größe. Gegen dich bin ich ja ein Zwerg.»

„Auch Großsein hat manchmal Nachteile.»

„Ja, aber der Typ vorhin hatte immerhin Respekt vor dir. Zumindest ist er ganz schön schnell weitergelaufen nachdem er dich gesehen hat.»

„Vielleicht seh ich auch einfach aus wie eine Vogelscheuche und er hat sich erschreckt.» lachte ich.

„Vogelscheuche. So ein Quatsch. Du bist hübsch. Und du hast Charakter. Du bist nicht so eine langweilige Tussi.» schwärmte MayEe.

Damit hatte sie wahrscheinlich recht. Ne Tussi war ich sicherlich nicht. Ich legte auch nur bedingt Wert auf mein Äußeres. Ich wusste manchmal braucht man das, aber im normalen Leben blieb ich lieber unscheinbar.

Das Gespräch ging noch eine ganze Weile weiter. Es endete damit, dass wir unsere Nummern austauschten und uns für das Wochenende zum Cocktail trinken verabredeten. So ging das bei MayEe. Schnell. Pragmatisch. Widerstand zwecklos.

Von da an waren wir, wie soll ich sagen, liiert. Wenn ich jemals einen Menschen als Freundin bezeichnet hätte, dann wäre es MayEe. Wir gingen tanzen, feiern, trinken, shoppen, saßen im Café, lästerten über Gott und die Welt.

MayEe kannte die halbe Stadt. Aber niemand wusste wer genau sie war.

Nach einiger Zeit wurde sie zutraulicher. Erzählte mehr von ihren Eltern, die sich ihr Leben lang mit billiger Arbeit in China-Restaurants über Wasser gehalten hatten. Wie sie sich selber durchschlagen musste. Sich ihr eigenes Geschäft aufgebaut hatte. Was genau sie machte, wusste ich bisher nicht. Aber sie schien sehr stolz darauf zu sein.

Wenn wir zusammen unterwegs waren, waren wir ein ungleiches Pärchen. Äußerlich hätten wir nicht unterschiedlicher sein können. Außerdem redete MayEe am laufenden Band, während ich mich meistens zurück hielt. Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie harmonierten wir miteinander.

Mal hatte ich das Gefühl sie wäre wie eine große Schwester für mich. Manchmal wie eine echte Mutter. Manchmal aber auch einfach die allerbeste Freundin. Und doch wusste ich nur wenig über sie.

Das Studentenleben hatte eine schöne Abwechslung durch MayEe erhalten. Ich konnte mehr mit ihr und weniger mit meinen BWLern machen. Das machte das Studium für mich sogar noch entspannter und einfacher.

Allerdings lebte ich mit MayEe ziemlich über meine Verhältnisse. Das Geld reichte nie bis zum Monatsende. Ständig war ich blank und musste mir immer mal wieder irgendwo was leihen. Es war mühsam, aber MayEe hatte ihren Lebensstil. Und der war nicht verhandelbar.

Wollte ich da mithalten, dann musste ich was ändern. Aber was? Noch einen zweiten Job? Mehr Arbeit für unwesentlich mehr Geld? Motivierend war das nicht. Aber ich hatte keine Alternative.

Bis MayEe selbst mir die Lösung meines Problems präsentierte.

Kapitel 3 – Cock-Tails

Seit längerem hatte ich mich schon gefragt, was genau es mit MayEes Geschäft auf sich hatte. Nie ging sie ins Detail. Es existierte, aber war gleichzeitig in-existent. Ein großes Geheimnis. Aber Geld schien sie auf jeden Fall zu verdienen.

Eines Abends, wir saßen leicht angeduselt in einer Cocktailbar, erfuhr ich es dann schließlich.

„Weißt du was du brauchst, meine Süße?» fragte MayEe. „Du brauchst einen besseren Job.»

„Ja danke. So weit war ich auch schon. Hast du einen? Ist nicht so leicht was zu finden, das mehr abwirft als das Kellnern.» nörgelte ich.

MayEe sah mich einen langen Moment an. In ihrem Kopf ratterte es. Irgendwas heckte sie aus.

„Was hältst du von Handjobs?» fragte sie auf einmal.

Sex war bei uns nie ein Tabu-Thema. Sie wusste auch mit wem ich mal was hatte oder wer mich vielleicht interessierte. Trotzdem war der Ton, der in dieser Frage lag, irgendwie anders.

„Handjobs? Wie meinst du das?» wollte ich wissen.

„Na, stehst du drauf Schwänze zu wichsen? Ich meine…wenn da gleich ein Typ rein kommt, hättest du dann ein Problem damit ihm für 20 Euro einen runter zu holen? Da hinten auf der Toilette vielleicht?»

„Was ist denn das für ne Frage? Ich wichs doch nicht einfach einem fremden Kerl den Schwanz.» sagte ich leicht empört.

„Das sind bei 5 Schwänzen 100 Euro.»

„Wie kommst du denn auf sowas?» wollte ich wissen.

„Ich hab dir bislang nie etwas über mein Geschäft erzählt, oder?» fragte sie nun.

„Nein, hast du etwa einen Puff oder was?»

„Nein, so kann man das nicht nennen. Wobei das für einige vielleicht nicht weit davon entfernt ist. Ich betreibe einen Massagesalon.»

Ich schaute sie skeptisch an und zog eine Augenbraue hoch. Ich dachte sie wollte mich verarschen.

„Massagesalon? Das glaub ich dir jetzt nicht. So eine Bruchbude wo ekelhafte Typen hingehen um sich…»

„Nein. Es ist keinen Bruchbude. Und unsere Klienten sind nicht ekelhaft. Meistens jedenfalls nicht. Wir bieten Massagen an. Aber bei Bedarf eben auch mit Happy End.»

„Echt jetzt? Also du…du holst den, wie sagtest du, Klienten, wenn sie das wollen einen runter?»

„Ja, das kommt vor. Nicht selten sogar. Ich habe zwei Angestellte. Wir alle massieren und verwöhnen unsere Klienten.»

„Verwöhnen…so so. Vögelt ihr auch mit denen?»

„Das kommt wirklich sehr selten vor. Aber ist alles schon passiert. Aber in der Regel bleibt es bei einer Massage oder beim Handjob.»

„Ich bin baff. Warum hast du mir davon noch nie was gesagt?»

„Nunja, du merkst das Thema ist etwas delikat. Aber jetzt dachte ich, wäre es an der Zeit dich einzuweihen.»

„Und was für einen Job meintest du? Soll ich deinen Klienten einen Handjob geben? Ich kann doch nicht mal massieren.»

„Genau das. Du sollst das machen was du kannst. Massieren brauchst du nicht. Dein Job würde sich nur auf Handjobs reduzieren.»

„Du bist ja verrückt.»

„Nein bin ich nicht. Mein Geschäft heißt übrigens ‚Lotus Oase›.»

Ich prustete vor Lachen einen Teil meines Cocktails über den Tisch.

„Lotus Oase? Das klingt ja schon nach schlechtem Klischee. Ich glaub dir kein Wort.»

„Es ist mein voller Ernst. Und das mit den Handjobs auch. Warte mal hier. Ich beweise dir wie ernst ich es meine.»

Was jetzt kam, war an Skurrilität nicht zu überbieten. Die kleine MayEe stand auf und ging zu einem Mann, der schon den ganzen Abend lang alleine an einem Tisch saß. Ich konnte sehen wie sie ihm ihr schönstes Lächeln schenkte. Sich zu ihm hin beugte, ihm irgendwas ins Ohr säuselte. Er verzog irritiert das Gesicht. Fing dann aber an zu grinsen. MayEe säuselte weiter und nach einer Weile standen sie beide auf und gingen weg in Richtung der Toiletten.

Dann folgten mindestens 10 Minuten gespanntes Warten. Das war doch nicht ihr Ernst. Sie hat dem Typen doch wohl nicht ernsthaft einen Handjob angeboten. Ich hatte zwar schon einiges mit MayEe erlebt, aber ihr könnt euch nicht vorstellen wie skurril diese Situation war.

Endlich kam MayEe wieder. Sie strahlte über das ganz Gesicht. Stolz präsentierte sie mir mit beiden Händen einen zwanzig Euro Schein.

„So einfach geht das. Ein glücklicher Mann und mein Portemonnaie freut sich ebenfalls.»

„Du bist doch komplett irre.» sagte ich und schüttelte den Kopf.

„Nein. Kein bisschen. Na los. Versuch es doch auch mal.»

„Du spinnst wohl.»

„Na los. Wir können ja auch eine Wette draus machen. Wenn du es auch schaffst einem Typen hier einen Handjob für einen Zwanziger zu geben, dann lade ich Dich den nächsten Monat lang zu allen Drinks ein. Wenn du es nicht schaffst, übernimmst du heute und nächstes Mal. Das ist doch ein faires Angebot, oder?»

Oh man. Was war denn jetzt hier los? Sie meinte das wirklich ernst. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich am liebsten abgehauen wäre. Aber MayEe würde nicht locker lassen. Ich kannte sie. Ich überlegte. Wie könnte ich aus dieser Nummer rauskommen? Oder Augen zu und durch? Vielleicht will ja auch niemand einen Handjob von mir. Ich könnte also wenigstens so tun als würde ich es probieren.

„Na gut. Ich mach's.» sagte ich mit gespielter Überzeugung.

Ich nahm noch einen großen Schluck aus meinem Glas und stand auf.

Gerade kam ein hübscher, relativ junger Mann rein. Er schien verabredet zu sein. Ein gutes Opfer, das sicherlich ablehnen würde.

„Hey, nur mit der Hand. Und immer auf Vorkasse bestehen.» flüsterte MayEe mir noch zu, während ich schon im Begriff war loszugehen.

Ich ging geradewegs zu dem Typen hin und setzte mich provokativ zu ihm an den Tisch.

„Hi, ist hier noch frei?» fragte ich mit einem Hauch von Verführung in der Stimme.

„Leider nein.» antwortete der Typ. „Ich bin schon verabredet, tut mir leid.»

Das wäre der Moment gewesen wieder aufzustehen und einfach zu gehen. Dann wäre es einfach ein kurzer, peinlicher Moment geworden. Ein ganz normaler Korb. Aber stattdessen sagte ich mit eiskaltem Blick:

„Hör zu. Ich mache dir dieses Angebot genau ein Mal. Du kannst Ja sagen oder es ablehnen. Deine Entscheidung. Keine Fragen, kein Gelaber. Wenn du willst, dann gehen wir jetzt zusammen auf die Toilette und ich hole dir für 20 Euro Cash einen runter. Ein Handjob. Nicht mehr, nicht weniger. Was sagst du?»

Der Typ schaute mich verwirrt an. Wusste nicht ob er lachen oder ernst bleiben sollte. Natürlich glaubte er mir erstmal kein Wort.

„Ist das… ist das dein Ernst?»

„Keine Fragen. Ja oder nein? Du hast fünf Sekunden.»

Ich hob demonstrativ meine Hand hoch und zeigte ihm meine Finger. Einen nach dem anderen bog ich zählend nach unten und formte dabei die typische Hand die einen Schwanz umfasst.

Der Typ schaute auf seine Uhr. Offensichtlich wartete er auf jemanden.

Als ich auch meinen kleinen Finger senkte, nickte er mir vorsichtig zu. Ich machte eine Geste mit dem Kopf zu den Toiletten hin.

Er ging vor mir, ich vermied es zu MayEe zu schauen. Dieses Biest hatte mich in diese Situation gebracht.

Wir verschwanden in der ersten Kabine des Herrenklos.

„Ich…ich hab nicht viel Zeit.» stammelte der Typ.

„Das hängt wohl davon ab wie schnell du bist. Erstmal bezahlen.»

Mit zittrigen Händen friemelte er einen zwanzig Euro Schein aus seiner Hosentasche. Ich packte ihn sofort weg. Auch mein Herz schlug schneller. Aber ich blieb cool. Ich saß auf dem Klodeckel und schaute zu ihm hoch.

„Los, pack ihn aus.» Der Typ gehorchte umgehend. Öffnete mit zittrigen Händen Gürtel und Hose und schob sie etwas runter. Dann zog er seine Boxershorts ebenfalls nach unten.

Er schaute auf mich runter, als sein Schwanz schlaff zum Vorschein kam. Na das kann ja was werden, dachte ich mir. Der Schwanz war nicht schlecht. Normalgross. Nicht beschnitten. Rasiert. Er roch sauber. Zum Glück.

Ich nahm ihn in die eine Hand und fing an ihn zu wichsen und zu massieren.

Unerwarteterweise reagierte er umgehend auf diese Stimulation und wurde schnell hart. Ich gab mir Mühe ihn ordentlich zu greifen und wichste ihn schnell und intensiv. Hier kam es wohl heute auch auf Geschwindigkeit an. Der Typ fing an sich zu entspannen. Atmete schwer und stöhnte leise. Der würde schnell kommen. Was für ein Glück. Schon konnte ich das Pre-Ejakulat an seiner Eichel glitzern sehen. Ich wichste noch schneller. Auf einmal stützte der Typ sich mit den Armen gegen die Wände. Ich sah zu ihm hoch. Er hatte den Mund weit aufgerissen, die Augen geschlossen und wimmerte fast. Mit einem unterdrückten Stöhnen ergoss sich seine Ladung gegen die Toilettenwand. Ich gab seinem Schwanz noch ein paar Streicheleinheiten. Dann stand ich auf.

„Da….danke.» stotterte der Typ. „Das war toll.»

„Gern geschehen.» sagte ich und drückte ihm einen Kuss auf die Wange.

Dann verließ ich die Toilette. Ich konnte ja nicht ahnen, dass ich gerade den Grundstein für meine zukünftige ‚Karriere› gelegt hatte.

Breit grinsend und stolz den zwanzig Euro Schein präsentierend, ging ich zurück zu MayEe. Sie schaute ernsthaft überrascht.

„Du hast es tatsächlich getan. Chapeau! Das hätte ich nicht erwartet.»

„Das war ein leichter. Der hätte auch ohne mich fast schon abgespritzt.»

„Mach dich nicht kleiner als Du bist. Das muss man erstmal schaffen. So spontan und in der Öffentlichkeit. Cheers! Auf dich!»

„Danke auf uns. Die Wichserinnen.»

„Der Titel gebührt alleine dir.» sagte MayEe.

„Wieso du hast doch auch…» sagte ich verwundert.

„Ich habe meinem Typen gesagt, dass ich eine Wette am laufen habe und ihm seine Drinks bezahle, wenn er mir zwanzig Euro gibt und dann direkt abhaut. Nichts mit Handjob. Sorry.»

„Du gemeines Miststück. Du hast mich verarscht?»

„Ich wollte sehen wie weit du gehen würdest. Offensichtlich hast du keine Skrupel sowas durchzuziehen. Aber du hast recht. Das war nicht fair von mir. Ich zahle die Drinks für die nächsten zwei Monate. Deal?»

Dieses Stück. Sie hatte mich eiskalt ins offene Messer laufen lassen. Aber schuld war ich natürlich selbst. Warum habe ich es überhaupt gemacht? Schlimm war es zum Glück nicht gewesen. Der Typ war ja auch handzahm.

„Deal!» antwortete ich.

Wir kreuzten die Arme mit den Drinks, tranken und gaben uns einen Kuss auf den Mund. Damit galt die Abmachung.

„Vielleicht hast du da einen Typen in eine missliche Lage manövriert.» sagte MayEe und deute in Richtung des Tisches an dem er vorher gesessen hatte.

Ich drehte mich um. An dem Tisch saß jetzt eine aufgetakelte Tussi und schien etwas ungeduldig zu warten. In diesem Moment kam der Typ vom Klo zurück. Natürlich ließ er sich nichts anmerken. Begrüßte seine Begleitung mit einer Umarmung und einem Kuss. Vielleicht seine Freundin. War mir auch egal. Vielleicht hatte er ja genug Munition für mehrere Sessions.

„Der kommt schon zurecht. Ist doch selbst schuld, wenn er bei sowas mitmacht.»

„Natürlich. Du bist also eiskalt. Und genau deswegen habe ich einen Job für dich.»

„Einen Handjob?» fragte ich mit einem bösen Lachen.

„Ja. Wenn man's genau nimmt schon. Es geht wirklich nur um Handjobs.»

„Du willst also, dass ich in deiner irgendwas Oase Männern die Schwänze rubbel?»

„Genau das. Aber vielleicht nicht ganz so wie du dir das vorstellst. Vorschlag. Du kommst morgen Mittag zu meiner Lotus Oase. Dann ist nichts los und ich kann dir alles zeigen und dir erklären was ich vorhabe. Ok?»

„Meinetwegen. Aber nur weil ich wissen möchte was genau du wirklich machst. Das hier ist keine Zusage, dass ich irgendwelche Schwänze anfasse, ok?»

„Na klar. Das hab ich ja auch nicht gesagt. Kannst dich geehrt fühlen. Du bist die Erste, die das zu sehen bekommt.»

„Ich bin wirklich gespannt.»

„Das darfst du auch sein. Komm, ich spendiere uns noch einen Cocktail auf deinen Erfolg.»

Das war mein erster professioneller Handjob. Der erste von vielen. Er war kurz und schmerzlos. Ja, er hatte mir sogar etwas gefallen. Der Typ hat sich mir hingegeben. Darauf vertraut was ich mit ihm mache. Ich hatte das Sagen. Ich hatte die Macht.

Kapitel 4 – Die Lotus Oase

Die Nacht war kurz. MayEe war so begeistert, dass ich wirklich einen Handjob verteilt hatte, dass sie am liebsten mit der ganzen Bar gefeiert hätte.

Etwas müde schlurfte ich daher zu der Adresse der Lotus Oase. Sie war in einer Ecke der Stadt in der ich bislang noch nie war. Nicht wirklich ein Ghetto, aber schon eher etwas heruntergekommen. Nicht mal Google kannte MayEes Geschäft. Anscheinend bevorzugte sie es ihre Klienten auf andere Weise anzuwerben.

Auch das Gebäude selbst war sehr unscheinbar. Ich hatte ein großes, rotes Neon-Leuchtschild erwartet: ‚Lotus Oase. Massage and more.› Aber nichts dergleichen war zu sehen.

Nur ein kleines goldenes Türschild.

Lotus Oase.

Bitte klingeln.

Das Schild war das sauberste Teil in der ganzen Gegend. MayEe schien es penibel sauber zu halten.

Ich klingelte. Kurz darauf öffnete sich die Tür und MayEe strahlte mir entgegen.

„Da bist du ja. Und, haste nen Kater?»

„Nee, alles gut bei mir. Die paar Drinks stecke ich noch weg.»

„Muskelkater im Arm?»

„Haha, nein. So anstrengend war das nicht.»

In diesem Moment lachte ich. Aber ich sage Euch, ihr könnt Euch nicht vorstellen wie anstrengend es ist viele Schwänze zu wichsen. Heute bin ich stolz auf meine trainierten Arme. Damals war ich lächerlich un-muskulös. Aber das sollte ich erst später begreifen.

„Komm rein. Ich zeig dir alles.»

Wie erwartet war das Innere sehr gepflegt. Ein kleines Atrium mit einer Rezeption bildete den Eingang. Von dort gingen mehrere Türen ab.

„Hier begrüssen wir unsere Klienten.»

Alles duftete leicht nach Jasmin oder ähnlichem. Ein paar asiatische Kunstgegenstände erweckten den Raum zum Leben und verwandelten die Tristesse der Straße in eine wohlige Gemütlichkeit.

„Hier geht es zu den Umkleiden. Wir haben fünf Stück. Aber nur drei Massageräume. Ich hatte dir ja erzählt, dass ich zwei Mitarbeiterinnen habe. Vielleicht lernst du sie dann mal kennen. Hängt auch von dir ab.»

Wir betraten einen kleinen Gang mit mehreren Türen. Ich schaute in die Umkleiden hinein. Schlicht, aber gemütlich. Eine kleine Bank. Ein Schränkchen. Eine Garderobe. Ein paar Handtücher. Ein kleines Waschbecken.

„Der normale Kunde zieht sich hier um und kommt dann in den Massageraum.»

Die Massageräume waren sehr schön. In ein gedämpftes Licht getaucht. Ein paar Pflanzen. Ein Zimmerbrunnen. Leise, asiatische Musikklänge. Hier könnte man sicherlich gut entspannen. Und einige wohl auch noch etwas mehr.

„Das sieht sehr gemütlich aus. Wirklich sehr geschmackvoll.» sagte ich.

„Danke. War viel Arbeit das richtige Konzept zu finden. Die Wände sind übrigens schallisoliert. Die Gäste sollen sich ja nicht gegenseitig hören. Möchtest du mal auf der Liege probeliegen?»

„Ja klar.» sagte ich und legte mich bäuchlings auf die Massageliege, die mitten im Raum stand.

Die Matratze war sehr angenehm. Viel besser als meine zu Hause. Ich hätte sofort wegnicken können.

„Scheint dir zu gefallen.»

„Ja, ist sehr gemütlich. Hier kann man sicherlich gut entspannen.»

„Auf jeden Fall. Wir legen wert darauf, dass unsere Klienten sich wohlfühlen und gerne wieder kommen.»

Daran hatte ich keinen Zweifel. Wahrscheinlich hatte MayEe ihnen auch irgendwie ein Abo untergejubelt. Sie war geschäftstüchtig, das musste man ihr lassen.

„Komm mit. Das war der normale Bereich. Ich wollte dir aber eigentlich was anderes zeigen.»

Wir gingen durch ein Paar Türen und befanden uns auf einmal in einem mittelgroßen, sehr schlichten Raum. Kahle Wände. Ein Sofa. Ein Stuhl, eine Lampe. Ein Waschbecken. In einer Wand waren auf Hüfthöhe zwei Handgroße Löcher.

„Die anderen Räume waren aber schöner» sagte ich.

„Ja, tut mir leid. Hier bin ich mit der Einrichtung noch nicht weiter gekommen. Ist aber auch nicht so wichtig. In diesen Raum kommt kein Klient. Zumindest niemals ganz.»

„Was soll das heissen?» fragte ich verwundert.

„Weißt du was ein Gloryhole ist?» fragte mich MayEe.

Au weia. Das waren also die beiden Löcher in der Wand. Löcher durch die die Klienten ihre Schwänze in diesen Raum schieben konnten. Damit sie hier einen Handjob oder was auch immer bekommen würden.

„Ja, klar weiß ich das. Und ich gehe davon aus, dass das da drüben jeweils welche sind.»

„Ganz genau. Die andere Seite ist von den Umkleiden aus erreichbar. Ein ganz ausgebufftes System, so dass jeweils nur ein Gast und ein Loch benutzt werden kann. An dem anderen könnte sich dann schon der nächste vorbereiten und so weiter.»

„Wichsen wie am Fließband also?»

„Theoretisch ja. Aber ich denke nicht, dass wir so viele Klienten auf Anhieb da haben. Aber Potential ist da. Das hier ist alles noch neu. Mal sehen ob es überhaupt funktioniert.»

„Also willst du dich eher Richtung Puff weiterentwickeln?»

„Unser Hauptgeschäft bleibt die Massage. Aber die Marktforschung zeigt, dass es hierfür Bedarf gibt. Glaub mir, ich weiß schon was ich tue.»

Daran hatte ich wenig Zweifel. MayEe war clever. Sie hatte ihre Augen und Ohren überall. Und jetzt wo klar war, dass sie auch in diesem Milieu unterwegs war, wunderte mich noch weniger.

„Und ich soll das hier für dich machen? Schwänze wichsen? Den ganzen Tag lang?»

„Es ist nur ein Angebot. Du darfst auch einfach ablehnen. Kein Problem. Ich dachte ja nur. Hier verdienst du sicherlich mehr. Es gibt feste Zeiten. Sonntags, Mittwochs, Freitags. 19 bis 23 Uhr. Zwanzig Euro pro Schwanz. Cash. Kriegst du direkt von den Klienten vor der Behandlung. Ich schätze, dass es ca. 4-5 Schwänze pro Tag werden könnten. Also um die Hundert Euro pro Tag. Plus Trinkgeld, falls du jemanden davon überzeugen kannst.»

„Du meinst das echt ernst.»

„Vollkommen ernst. Lisa, ich hätte dich nicht hier herbestellt, wenn ich dir nur eine Führung durch mein Reich hätte geben wollen. Dafür ist alles was hier passiert zu speziell. Ich vertraue dir. Hier wechselt Geld die Taschen, vorbei an den Steuern. Du verstehst. Ich muss mich auf meine Mitarbeiter vollkommen verlassen können. Und dir vertraue ich.»

„Danke. Und keine Sorge, ich werde dich schon nicht verpfeifen. Aber ich weiß nicht ob das hier so mein Ding ist.»

„Pass auf. Du musst dich nicht jetzt entscheiden. Denk nochmal drüber nach. Erinnere dich an gestern Abend, wie leicht dir das gefallen ist. Überleg ob du lieber weiter Kellnern möchtest und so weiter. Das hier ist ein Angebot. Du darfst es auch ablehnen. Du bleibst dann trotzdem meine Süße.»

Bei den Worten umarmte sie mich und drückte mich fest an sich.

„Ich denke einfach, dass das passt. Also lass es dir durch den Kopf gehen.»

„Kommen hier nur Männer her?»

„Ja, fast ausschließlich. In extrem seltenen Fällen auch mal eine Frau. Aber ich denke für die Gloryholes werden es nur Männer werden.»

„Ok, ich denk drüber nach.»

„Lass uns Mittwoch einen Kaffee trinken gehen. Vielleicht hast du dich bis dann ja entschieden.»

Kapitel 5 – Gedankenspiele

Als ich an diesem Abend im Bett lag, gingen mir viele Gedanken durch den Kopf. Es schien wirklich MayEes Ernst zu sein. Ich sollte in ihrem Geschäft, in ihrer Lotus Oase, fremden Männern die Schwänze wichsen. Für Geld. Eine sexuelle Dienstleistung. Mehr nicht.

Über andere Sachen hatten wir nicht gesprochen. Mehr als Handjobs wollte ich auch sicherlich nicht geben. Überhaupt war diese Vorstellung schon sehr komisch.

Ich dachte wieder an den Typen von gestern zurück. Bzw. an seinen Schwanz. Er war ganz schön. Aber damit hatte ich vielleicht Glück gehabt. Habt ihr schon mal den Schwanz eines Fremden gewichst? Von jemanden, den ihr kein bisschen kennt? Nur damit er abspritzen kann. Druck ablassen. Keine Liebe, nicht mal Leidenschaft. Könntet ihr euch sowas vorstellen? Für Geld natürlich. Es ist ja eine Dienstleistung.

Der Schwanz des Typen war unbeschnitten und lag gut in der Hand. Ich konnte spüren wie das Blut in ihn einströmte. Direkt nachdem ich ihn berührt hatte. Er wurde wärmer, härter, größer. Er fühlte sich weich und gut an.

Meine Finger kraulten über mein Schambein. Sanken tiefer und streichelten über meine rasierten Schamlippen. Mein Mittelfinger fand meinen Kitzler und drückte ihn sanft.

Der Schwanz des Typen war genau vor meinem Gesicht. Meine Hand hielt ihn fest und bewegte seine Haut vor und zurück.

Ich massierte meinen Kitzler fester. Streichelte mit der anderen Hand meine Schamlippen. Es kribbelte. Es erregte.

Der Typ brauchte nicht lange zum Abspritzen. Ich würde auch nicht lange brauchen. Kraftvoll schoss er seine Ladung gegen die Wand. Meine explodierte zart. Ein wohliger Orgasmus durchzog meinen Körper. Ich seufzte leicht.

Ja, es hatte Spaß gemacht diesem Kerl einen zu runter zu holen. Ihn in der Hand zu haben.

Und die Erinnerung daran war geil genug, um mir selbst einen schnellen Orgasmus zu bereiten.

Auch wenn ich es mir noch nicht eingestand, war an diesem Punkt schon klar, dass ich es machen würde. Ich würde anfangen fremde Schwänze zu wichsen. Sie abspritzen zu lassen. Und ich würde bestimmen. Sie wären mir ausgeliefert.

In den kommenden Tagen machte ich mir viele Gedanken zu dem Thema. War unentschlossen. Rechnete alles durch. Natürlich wäre der neue Job finanziell deutlich Lukrativer. Aber würde ich mich nicht selbst verkaufen? Wäre ich sowas wie ne Nutte? Aber es ist doch nur Wichsen. Nicht mehr. Sie würden mich nicht mal sehen. Nur meine Finger spüren. Da ist doch nichts dabei. Und wenn ekelige dabei sind? Wenn sie stinken? Eigentlich vertraute ich MayEe, dass sie so etwas nicht zulassen würde. Aber wer weiß.

Dennoch festigte sich der Gedanke in mir, dass ich MayEe am Mittwoch eine Zusage geben würde. Sollte ich noch Bedingungen stellen? Versuchen mehr für mich rauszuholen? Bei MayEe wahrscheinlich zwecklos. Aber ich notierte mir zumindest alles was ich nicht wollte. Es ist besser sich im Vorfeld gründliche Gedanken zu machen. Sonst steht man hinterher schnell blöd da.

Am Mittwoch trafen wir uns wie abgesprochen zum Kaffetrinken. MayEe drückte mich zur Begrüßung, schaute mir lächelnd in die Augen und sagte:

„Ich wusste du würdest Ja sagen. Ich kann es in deinem Gesicht sehen. Supi, supi, supi.»

„Du bist unmöglich. Aber ja. Ich hab's mir überlegt. Allerdings müssen wir noch ein paar Sachen klären.»

„Ja klar. Komm, lass uns alles in Ruhe besprechen.»

Wir setzten uns und bestellen Kaffee. MayEe war ganz aufgeregt. Sie erzählte erst wieder irgendwas belangloses von diesem und jenen.

„Um jetzt nochmal auf dein Angebot zurückzukommen.» unterbrach ich sie irgendwann.

„Ja klar, natürlich. Sorry, ich rede wieder zu viel.»

„Also. Ein paar Dinge sind mir wichtig.»

„Ich bin ganz Ohr. Ich möchte, dass es meinen Mitarbeiterinnen gut geht.»

„Nur Handjobs. Nicht mehr. Kein Mund, kein Sonstwas.»

„Das ist der Deal. Du bist ja keine Nutte.»

„Ich bleibe inkognito. Keiner der Klienten bekommt mich je zu sehen. Auch nicht auf Bitten und Nachfrage.»

„Selbstverständlich. Wenn du willst, brauchst du nicht einmal meine anderen Mitarbeiterinnen kennen zu lernen.»

„Ich habe das Recht auch Termine abzusagen. Unbegründet.»

„Uff, das ist ne harte Forderung. Bei uns ist der Klient König. Aber ich kann dich natürlich verstehen. Ist ok. Aber wenn das zu häufig passiert, müssen wir schauen wie wir damit umgehen.»

„Ok. Ich möchte außerdem das Zimmer umgestalten bzw. einrichten. Nach meinem Geschmack. Du zahlst natürlich. Aber ich verspreche auch, dass es nichts aufwendiges wird. Aber so wie es jetzt ist, ist es extrem ungemütlich.»

„Das hätte ich dir eh vorgeschlagen. In dem Loch kann man doch so nicht arbeiten.»

„Ok. Ein letztes noch. Sollte es aus irgendeinem Grund übergriffig werden. In welcher Form auch immer. Und sei es, dass ein Typ sein Handy durch das Loch schiebt, um mich zu fotografieren. Dann bin ich raus. Komplett. Und ich kann nicht versprechen, dass ich dann noch stillschweigen werde über dieses Geschäft.»

MayEe zögerte. Sie schaute mich durchdringlich an. Dann lachte sie.

„Das ist nur fair. Also abgemacht. Ich möchte doch, dass du dich wohl fühlst. Unsere Klienten sind auch wirklich sehr nett. Bislang hatten wir nie Probleme. Du hast wahrscheinlich falsche Vorstellungen aus irgendwelchen Filmen. Also mach dir keine Sorgen. Ich habe nur zwei Bedingungen an dich. Sei lieb zu unseren Klienten und hab verdammt nochmal Spaß. Also Deal?»

Wir tranken aus unseren Kaffeetassen mit überkreuzten Armen. Dann gaben wir uns einen Kuss.

„Deal!» sagte ich.

Kapitel 6 – Ein neuer Job

MayEe hatte es nicht eilig. Ich durfte mir aussuchen wann ich wirklich anfangen wollte bei ihr zu arbeiten. Ich renovierte das kleine Zimmer. Strich die Wände. Kaufte ein paar Deko-Elemente und einen bequemeren Stuhl. Außerdem ein großes Sitzpolster. Das legte ich unter die Löcher, damit ich auch im Knien arbeiten konnte.

Der Raum war jetzt schon viel gemütlicher. Zum Zeitvertreib hatte ich einige Zeitschriften gekauft, außerdem hatte ich ja noch mein Handy und Kopfhörer. Sobald jemand die Räume auf der anderen Seite betreten würde, gab es ein kleines Lichtsignal. Rot für links. Grün für rechts. Das Licht in meinem Raum würde während der Arbeitszeit gedimmt sein. So, dass man gerade noch alles erkennen konnte.

Hin und wieder machte ich ein paar Trockenübungen vor den Löchern. Ich hoffte eine angenehme Position finden zu können. Allerdings musste ich feststellen, dass das ohne einen Klienten gar nicht so leicht war. Naja. Das würde sich schon ergeben, dachte ich mir.

Ich versuchte auch durch das Loch auf die andere Seite zu schauen. Viel konnte ich aber nicht sehen. Um sicher zu gehen, dass das von der anderen Seite ähnlich war, suchte ich die beiden Wichszimmer auf und schaute auch da durch die Löcher. Das Ergebnis war zufriedenstellend. Zwar konnte man teile meines Zimmers erkennen. Aber es gab genug tote Winkel. Das Sofa, dass ich zum chillen hatte, war auf jeden Fall nicht zu erkennen.

In den Wichszimmern der Männer gab es nicht viel. Nur einen kleinen Tisch mit Feuchtigkeitstüchern. Alles andere konnten sie in den Umkleidekabinen erledigen.

Ich stellte mich auch vor die Wand, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Typen sich im Ernstfall fühlen müssten. Bequem fand ich es nicht. Wer einen kleinen Schwanz hat, müsste sich ganz schön gegen die Wand drücken. Aber das sollte zum Glück nicht meine Sorge sein.

Als alles perfekt für mich war, verabredeten wir, dass meine Arbeit am kommenden Sonntag starten sollte. Es gab keinen Vertrag. Wir vertrauten uns. Sonntag 19 Uhr. MayEe würde sich um Klienten kümmern. Wie genau, das wollte ich gar nicht wissen.

Die Tage bis dahin verliefen etwas zäh. Ich konnte mich nicht wirklich konzentrieren. Die Vorlesungen liefen mehr oder weniger an mir vorbei. Zum Glück merkte niemand, dass ich vielleicht noch schweigsamer als sonst war. Am Freitag ging ich mit ein paar Kommilitonen zu einer Haus-Party. Irgendwer hatte Geburtstag. Langweiliger Smalltalk. Alkohol. Nervige Musik. Ich sah überall nur Schwänze. Stellte mir vor jedem Typen hier einfach einen runter zu holen.

Es amüsierte mich. Ich war leicht beschwipst.

Als meine Freunde weiterziehen wollten, blieb ich zurück. Ich wollte lieber bald nach Hause.

„Na, nicht mehr in Partylaune?» fragte mich ein Typ.

Ich musterte ihn. Den hatte ich noch nie gesehen. War nicht aus unserem Uni-Kreis. Aber er sah schnuckelig aus. Süße Lachfältchen. Wie würde wohl sein Schwanz aussehen? Sicherlich hätte er Lust zu bumsen. Warum sprach er mich sonst an? Ich wollte aber nicht bumsen. Ich wollte ihm einen Handjob geben. Noch einmal testen was ich kann bevor es ernst wurde.